Menschen

Stadtrat fordert Bund und Land zum sofortigen Eingreifen auf

Stadt Riesa kämpft um ihren ICE-Halt – „Wir lassen uns nicht abhängen!“

Die geplante drastische Reduzierung der ICE-Halte in Riesa sorgt in der gesamten Region für Empörung und Unverständnis. Der Stadtrat der Stadt Riesa hat deshalb in einer gemeinsamen Initiative ein klares Signal gesetzt: Die Streichung von zehn der derzeit fünfzehn ICE-Haltvorgänge darf nicht Realität werden – Bund und Freistaat Sachsen müssen handeln.

„Wer den ICE-Halt in Riesa schwächt, schwächt die ganze Region“, heißt es aus den Fraktionen. Hunderttausende Menschen zwischen Dresden und Leipzig seien auf eine verlässliche Fernverkehrsanbindung angewiesen – darunter Berufspendler, Studierende und zahlreiche Patientinnen und Patienten, die medizinische Einrichtungen erreichen müssen.

Riesa ist auf 120 Kilometern Strecke der einzige überregional bedeutsame Halt. „Man kann nicht behaupten, den ländlichen Raum stärken zu wollen, und gleichzeitig solch tiefgreifende Einschnitte zulassen“, so der Tenor im Stadtrat.

Die Ankündigung der Deutschen Bahn AG, zwei Drittel aller ICE-Halte zu streichen, trifft die Menschen in der Region hart. „Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die täglich auf die Bahn angewiesen sind“, betonen die Fraktionen. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Region abgehängt wird.“

Der Stadtrat fordert deshalb:

  • den Bund, als 100-prozentiger Eigentümer der Bahn, sofort einzugreifen und die Entscheidung zu korrigieren,
  • den Freistaat Sachsen, seine politische Verantwortung ernst zu nehmen und sich mit aller Deutlichkeit für den Erhalt der ICE-Halte einzusetzen,
  • und beide Ebenen, sich gemeinsam zu einer verlässlichen Fernverkehrsverbindung in Riesa zu bekennen.

„Wir reden hier nicht über eine Kleinigkeit“, heißt es weiter. „Es geht um Arbeitsplätze, um Bildungschancen, um die Zukunft unserer Region. Es geht darum, dass Menschen nicht gezwungen werden dürfen, aufs Auto umzusteigen, nur weil die Bahn ihre Verantwortung für den ländlichen Raum aus den Augen verliert.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Riesa wurde beauftragt, den Beschluss des Stadtrates umgehend an die Bundesregierung, das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und das Sächsische Verkehrsministerium weiterzuleiten.

Die Botschaft aus Riesa ist klar:
„Unsere Region ist lebendig, stark und zukunftsfähig – und wir kämpfen dafür, dass sie auch weiterhin bestens angebunden bleibt.“

Wir sind aktiv für Sie.

Bürgerbewegung Riesa unterstützt Bewerbung zur Landesgartenschau 2032

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion des Stadtrats Riesa Unabhängigen Liste/Bürgerbewegung, hat in der letzten Stadtratssitzung am 06.02.2025 der Bewerbung der Stadt Riesa für die Landesgartenschau 2032 zugestimmt. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine erfolgreiche Bewerbung und die Ausrichtung der Landesgartenschau eine bedeutende Chance für die Stadtentwicklung und die wirtschaftliche sowie touristische Attraktivität unserer Stadt darstellt.

Die Bewerbung für die Landesgartenschau bringt jedoch auch finanzielle Aufwendungen mit sich. Die Kosten für die Bewerbungsunterlagen belaufen sich auf rund 23.000 Euro. Als Fraktion möchten wir nicht nur mit unserer Stimme für das Projekt einstehen, sondern auch finanziell einen Beitrag leisten. Daher haben wir gemeinsam beschlossen, die Bewerbung mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro zu unterstützen.

Unser Ziel ist es, durch diese Geste eine positive Aufbruchsstimmung zu erzeugen und weitere Unterstützer aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft für das Projekt zu gewinnen. Eine breite Unterstützung kann dazu beitragen, die städtischen Finanzmittel möglichst zu entlasten und gleichzeitig das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen in unserer Stadt zu stärken.

Wir hoffen, dass unser finanzieller Beitrag als Zeichen unserer Überzeugung und unseres Engagements für die Entwicklung Riesas wahrgenommen wird. Die Landesgartenschau bietet eine große Chance, die Stadt weiterzuentwickeln, Grünflächen oder auch das Muskatorgelände und dessen Umgebung aufzuwerten und neue Impulse für die regionale Wirtschaftsförderung zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Pilz, Falk Dierchen, Matthias Kirsten, Michael Herold

Scheckuebergabe

Matthias Kirsten und Torsten Pilz übergeben Riesas OB Marco Müller (CDU) gemeinsam mit ihren Fraktionskollegen Falk Dierchen und Michael Herold einen Scheck über 1000 Euro. Das Geld dient als Anschubfinanzierung der geplanten Riesaer Landesgartenschau-Bewerbung. (Quelle: Foto: SZ/Eric Weser)